Die Rasse

Die Rasse Blonde d'Aquitaine ist ursprünglich in Frankreich beheimatet, verbreitet sich aber zur Zeit überdurchschnittlich weltweit. Die enorme Bemuskelung der Tiere geht auf den Umstand zurück, daß die Tiere über Jahrhunderte auf Muskelkraft gezogen wurden, da sie als Zugtiere eingesetzt wurden. Deswegen wurde bei der Zuchtauswahl gleichermaßen Wert auf Umgänglichkeit der Tiere gelegt, woraus sich die guten Charaktereigenschaften der Tiere erklären. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Erzeugung ruhiger Tiere, die nicht nur von Züchtern geschätzt werden, sondernauch in der Mast aufgrund verringerter Haltungsprobleme ökonomische Vorteile bieten.

Für den Erzeuger zeichnet sich die Rasse weiterhin aus durch leichte Geburten (98 %), hohe Trächtigkeitsrate (93 %), beste Mutterkuheigenschaften, enorme Tageszunahmen und extensive Haltungsmöglichkeit. Weiterhin erfolgt eine hohe Bezahlung der Schlachtkörper aus nachstehenden Gründen, deretwegen die Rasse von Metzgern und der fleischverarbeitende Industrie geschätzt wird. Für Kreuzungsbetriebe lohnt der Einsatz von Bullen der Rasse Blonde d' Aquitaine, da diese bei der Einkreuzung in Milch- und Mehrnutzungsrassen einen deutlich höheren Prozentsatz verwertbaren Fleisches bei gleichzeitiger Senkung des Knochen- und Fettanteiles erzeugen. Auch die Kreuzung mit anderen Fleischrassen führt zu hervorragenden Ergebnissen. Für Metzger und die fleischverarbeitende Industrie sind entscheidend das hohe Schlachtkörpergewicht (69 %, kalt, bei Bullen), der hohe Anteil von Edelstücken (58,6 %) und nicht zuletzt die hervorragende Fleischqualität (feinfaserig) sowie die äußerst geringe Fettabdeckung, welche durch die Verbraucher geschätzt und entsprechend bezahlt werden. Die Argumente im Überblick:

  • 98% leichte Geburten
  • 93% Trächtigkeitsrate beste Mutterkuheigenschaften
  • ruhiges Wesen
  • extensive Haltungsmöglichkeit
  • 1400 -1600g Tageszunahme
  • 69% Schlachtkörpergewicht (kalt) bei Bullen
  • 58,6% Anteil Edelstücke
  • hervorragende Fleischqualität
  • äusserst geringe Fettabdeckung